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Konzept des Marzahner Bibelgartens

 

Mehr als 160 Bibelgärten
in unterschiedlichster Form gibt es in Deutschland, davon drei weitere in Berlin:

  • - den Liturgischen Garten an der Kirche Friedrichsfelde, Am Tierpark 28, die zur Paul-Gerhardt-Gemeinde Lichtenberg gehört;

  • - das für und mit Kindern gestaltete Relief Israels in alttestamentlicher Zeit auf dem Gelände der Johannis-Kirchengemeinde Lichterfelde

  • - den „Christlichen Garten“ in den Gärten der Welt in Marzahn, dem Ort der IGA 2017

     

     

    In unserem "Marzahner Bibelgarten" geht es nicht wie in manchem anderen Bibelgarten um das Kennenlernen von Pflanzen aus dem Heiligen Land, die Nachbildung der Geographie Israels und Palästinas oder darum, eine Zeitreise zu biblischen Orten oder Personen zu unternehmen. Anders als beim „Christlichen Garten“ der „Gärten der Welt“ in Marzahn ist bei uns kein moderner Klostergarten zu sehen.

     

    Durch unsere Auswahl der Themen
    möchten wir Kindern und Erwachsenen deutlich machen, was der Unterschied ist
    von Geschichte (englisch „history“) und Geschichten (englisch „story“).

     

    Im Marzahner Bibelgarten werden sie deshalb keine Darstellungen von Jesus aus Nazareth finden, auch nicht von Maria und Josef oder den zwölf Aposteln. Sie sehen niemanden von den Königen Israels oder Judas, auch nicht Pontius Pilatus oder den römischen Kaiser Augustus. Alles was zur Geschichte gehört, die konkrete Menschen erlebt und dann weitererzählt haben, suchen sie bei uns vergeblich.

    Geschichte als „history“ ist in unserer Zeitreise zu erfahren. Darüber mehr auf unserer Webseite unter „Zeitreise“

     
     

    Wir wählen für unseren Bibelgarten nur solche Personen und Geschichten aus, die literarischer Natur, also Dichtung sind. Was erzählt wird, hat also aller Wahrscheinlichkeit nach so nie stattgefunden. Stattdessen werden in diesen uralten biblischen Texten Erfahrungen und Fragen thematisiert, die wir auch heute noch kennen.

     

    Adam, Eva und die Schlange

    die Gefahren für gute Beziehungen

     

    Die Arche Noah
    Ist die Menschheit bald am Ende?

     

    Die Errettung des Daniel
    Wie kann ich dem Mobbing meiner Kollegen standhalten?

     

     

    Elia verhungert nicht

    Die Voraussage einer Krise stößt auf taube Ohren

     

    Nicht nur Geschichten können uns helfen, unser Leben mit anderen Augen zu sehen, sondern auch so kurze Wortverknüpfungen wie die folgenden.
    Sie werden zu Bildern, die man leicht darstellen und als Symbole in vielen Zusammenhängen immer wieder nutzen kann.

    Der gute Hirte“ beschützt nicht nur seine Herde, sondern kümmert sich liebevoll um jedes einzelne Schaf.

     

     

     
     

    Engel sind literarische
    Geschöpfe, die in der Bibel
    in vielfältiger Weise vor-
    kommen, um die Erfahrung
    von Gottes Eingreifen in
    die Welt zu zeigen.

    Bäume des Lebens

    und Wasser des Lebens

    Beides sind erzählerische Motive, die Wünsche zum Ausdruck bringen:
    die Sehnsucht nach Gesundheit und dem ewigen Leben.
     
     

Die zehn Gebote

 

 

 

 

 

 

Abraham,
seine Frauen, Söhne,
Enkel und Urenkel


Was sind

die wichtigsten
Regeln unseres Zusammenlebens?

Auch in der Zusammenfassung von Regeln und Gesetzen kann durch die Konzentration auf das Wichtigste Allgemeingültiges für Menschen aller Zeiten und Kulturen ausgesagt werden.

 

Seit ältester Zeit sind Stammbäume eine
literarische Gattung, ,
um Zusammenhänge, Entwicklungslinien
und Sprachverwandt-
sc
haft darzustellen.

Es kommt dabei nicht auf Vollständigkeit und tatsächliche Abstammung an, sondern um das Aufzeigen von Gemeinsamkeiten und um Gefühle von Zusammengehörigkeit. Auch auf Konflikte zwischen Volksgruppen wird hingewiesen.

 

Geschichte ist passiert und hat stattgefunden. Menschen wurden geboren, haben Spuren hinterlassen und sind gestorben. All das, was sie erlebt haben, ist schon bei einem einzigen Menschen so viel, dass man es unmöglich alles aufschreiben kann. Und wenn man es täte, dann hätte niemand die Zeit, sich das alles durchzulesen.

Darum muss man, wenn man erlebte Geschichte anderen vermitteln will, gewaltig kürzen und sich auf das Wesentliche und auf wenige Fakten beschränken

 

Erfahrungen aus dem Leben können an andere Menschen auch ganz anders weitergeben werden. Dann muss man zum Dichter werden und erfindet z.B. eine Geschichte, je kürzer um so einprägsamer. Darin liegt die Kunst. Bei längeren Geschichten gilt es einen Spannungsbogen auf-zubauen, der von der ersten bis zur letzten Seite den Leser motiviert, weiter zu lesen.

Nun gibt es aber Schlauberger, die sagen: „Die Geschichte ist ja ausgedacht, also stimmt sie nicht und interessiert mich nicht.“ Ja sogar: „Das ist ein Irrtum oder gar eine Lüge, denn das kann ja so gar nicht passiert sein.“ Solche Schlauberger gibt es viele, wenn es um die Geschichten der Bibel geht. Die Figuren des Bibelgartens mögen helfen, anderes zu entdecken.

 

Als Besucher dieses Gartens ist es gut, sich zum Lesen der biblischen Texte Zeit zu nehmen. Für jede Figur bzw. Figurengruppe können Sie sich (demnächst) die dazugehörige biblische Geschichte mitnehmen.

Durch sie werden wir Menschen auch heute noch zum Nachdenken über unser eigenes Leben angeregt. Der Blick auf Probleme wird geweitet.

 

Der aufmerksame Leser wird mehr Handlungsmöglichkeiten für sich selbst erkennen.

 

 Befanden wir uns bisher in einer Sackgasse und wussten keinen Ausweg,
stehen wir nun an einer Kreuzung und haben mehrere Wege zur Auswahl.

 

 

Lassen Sie sich inspirieren und wenn, Sie mögen, geben Sie uns eine Rückmeldung.

 

Durch die dargestellten Geschichten werden wir motiviert, nicht nur unser eigenes Leben, sondern auch unsere Gesellschaft zu hinterfragen und genauer hinzusehen. Wir werden etwas von Ursachen und Zusammenhängen erfahren, die uns neu sind.

 

Ist es wirklich so selbstverständlich, wie wir bisher annahmen,  dass eine Ehe ein Leben lang harmonisch ist?

Adam und Eva und die Schlange

 dass wir als Menschheit noch nicht in den von uns selber geschaffenen Problemen untergegangen sind?

Die Arche Noah

dass es reicht, wenn wir nicht stehlen und niemanden umbringen, um ein anständiger Mensch zu sein?

Die zehn Gebote

dass jeder Mensch wichtig ist und verdient, dass man sich liebevoll um ihn bemüht?

Der gute Hirte

 

Nicht nur Fragen, die uns gerade jetzt beschäftigen, werden wir entdecken. Wir bemerken auch Probleme, die für uns bisher keine waren.

Ist es wirklich so logisch, dass wir nur in den Dimensionen von Raum und Zeit leben können, obwohl für Menschen seit ältester Zeit mehr vorstellbar war?

 Zum Beispiel:

  • ein Weiterleben nach dem Tod nicht nur in der Erinnerung der anderen?

  • die Möglichkeit mit der „jenseitigen“ Welt durch Gebet Kontakt aufzunehmen

  • durch das Rechnen mit der Möglichkeit, dass Gott mit Menschen reden und uns Nachrichten zukommen lassen kann.

  • dass Menschen Kräfte spüren können, die sie als von außen, von dieser jenseitigen Welt in sich hineinkommend erleben, und sie etwas tun oder reden lassen, was sie sich alleine nicht zutrauen würden?

     

     

    Hier unsere Konzeption als pdf-Datei.