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Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt.“ (Kol. 4,6)

 

 

 

So lautet die Losung, die für den Monat Mai aus dem Kollosserbrief ausgewählt wurde. In dieser Aufforderung geht es um eine Haltung, die unser ganzes Leben als Getaufte bestimmen soll. Als Christen sind wir vom Evangelium emotional und geistig so berührt worden, dass wir uns nicht in uns selbst zurückziehen dürfen, sondern über unseren Glauben reden sollen.

 

 

 

Wer glaubt, redet auch über seinen Glauben. Er redet sowohl mit Gott als auch mit anderen Menschen über Gott, der in Jesus Christus zur Welt und damit auch zur Sprache gekommen ist. Unsere Rede soll freundlich sein und damit der Art und Weise entsprechen, wie Gott selbst seine Geschöpfe angesprochen hat und uns immer wieder anspricht. Freundlichkeit im Alltag ist ein kraftvolles Hoffnungszeichen in einer Welt, deren Umgangston von Engstirnigkeit, Hassreden, Oberflächlichkeit und schlechter Laune bestimmt wird. Allerdings allein freundlich miteinander zu kommunizieren, nett zu lächeln oder fromm zu reden nach dem Motto: „Wir haben uns lieb“ reicht nicht! Wir sollen nämlich „mit Salz gewürzt“ reden. Eine gesalzene Rede ist eine gelungene Rede. Eine Rede, die Interesse weckt, weil sie auf Fragen eingeht, die unsere Nächsten und auch wir selbst haben und beantwortet haben wollen. Es geht bei der freundlichen, mit Salz gewürzten Rede also um die Bereitschaft zu einer Rechenschaft vom Glauben und vielleicht auch um die Vergewisserung des eigenen Glaubens. Dafür bedarf es nicht allein rhetorischer Fähigkeiten. Man muss auch gründlich wissen und verstehen, was der Inhalt des Glaubens ist.

 

Als Gemeinde Christi pflegen wir daher den ständigen Austausch darüber, was wir glauben. Und wir bitten zugleich um Weisheit und Gelingen dafür, das Geheimnis Christi zur Sprache zu bringen. Deshalb lasst uns miteinander in Veranstaltungen und Gesprächskreisen, die es bei uns gibt, über unseren Glauben reden. Ich persönlich lade Sie herzlich im Rahmen einer neuen Gesprächsrunde „Mit Gott und über Gott reden“ dazu ein (siehe Seite 11). Seien Sie herzlich willkommen!

 

Ihre Swetlana Bossauer, Gemeindepädagogin im Pfarrdienst